Kursinhalt

● Divya-Yoga:

… ist keine neue Yoga-Richtung, sondern besteht seit vielen Jahrhunderten. Es unterscheidet sich insofern von Hatha-Yoga, als dass der Fokus bei Divya-Yoga auf Pranayama sowie auf bestimmte Konzentrations- und Meditationstechniken liegt. Divya-Yoga wurde hauptsächlich von Mönchen geübt, um einen schnelleren Reinigungsprozess auf der körperlichen und mentalen Ebene in Gang zu setzen. Die Qualitäten von Reinheit und Sensibilität sind der Schlüssel für das Erschließen unseres Potenzials. Bei der Reinheit oder Reinlichkeit, wie sie in den Yoga-Texten oft bezeichnet wird, geht es Primär um das Erreichen von Sensibilität und nicht um eine moralische Angelegenheit. Sensibilität bedeutet in diesem Zusammenhang Klarheit der Wahrnehmung und ermöglicht ein wohlüberlegtes und präzises Handeln.

Aufgrund seiner kraftvollen Wirkung wurde Pranayama schon immer von Yogis besonders geschätzt und von dem Meister an die Jünger weiter gegeben. Wenn man die klassische Yoga-Literatur studiert, stellt man oft fest, dass dieser Bereich des Yoga sehr ungenau beschrieben wird. Der Grund liegt wohl darin, dass die Pranayama-Techniken kompliziert sind. Diese Übungen haben auf der psychophysische Ebene eine intensive Wirkung. Dies kann für den Übenden oft nicht nachvollzogen werden und bei fehlerhafter Ausübung negative Auswirkungen haben. Aus diesen Gründen wird es sehr empfehlenswert durch einen erfahrenen Lehrer in die Übungen persönliche eingeführt zu werden.

Vor einpaar Jahren hat Swami Ramdev (ein Mönch) Leiter der Patanjali Yogpeeth Trust, Haridwar in der Nähe von Rishikesh, Divya-Yoga der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

In der hochtechnisierten, schnelllebigen Zeit, die das Jahr in Monate, den Monat in Wochen und die Woche in Tage verwandelt, nimmt der Stress in allen Lebensbereichen immer größere Ausmaße an. Daraus resultierende Krankheiten auf körperlicher wie auch mentaler Ebene stellen eine Gefahr für die Menschen dar und der wertvolle Frieden sowie die innere Ruhe gehen immer mehr verloren.

Unser mentaler Zustand beeinflusst unser Energiesystem (Prana), das für körperliche und mentale Funktionen verantwortlich ist. Wenn man z. B. besorgt, überarbeitet ist oder unter Stress leidet, kommt es zu Vata-Irritationen. Dadurch wird der Energiefluss im gesamten System gestört. Lunge und Herz – zwei sehr wichtige Organe, die pausenlos arbeiten – können dann nicht voll funktionstüchtig sein. Der Atem wird flach und der Kreislauf ist gestört. Als Folge können Rückenschmerzen, Verspannungen im Bereich von Ober- und Unterkörper wie auch Konzentration sowie Schlafstörungen entstehen. Chronischer Stress führt dazu, dass wir zunehmend verstimmt sind und uns schwer der Außenwelt gegenüber öffnen. Damit berauben wir uns vieler Möglichkeiten, die das Leben bietet. Wir sind vom freien Fluss der kosmischen Energien abgeschnitten.

Nach der Yoga- und Ayurveda-Philosophie wird der Mensch auf der Körperebene in drei Doshas oder Vitalkräfte eingeteilt: Vata-Luft, Pitta-Feuer und Kapha-Schleim. Diese bestehen aus den fünf Elementen Erde, Wasser, Feuer, Luft und Äther. Wenn eines oder mehrere davon nicht mehr im Gleichgewicht sind, treten Beschwerden oder Krankheiten auf.
Im Yoga ist seit Jahrhunderten bekannt, welchen großen Einfluss der Prana sowohl auf die mentale als auch auf die körperliche Ebene ausübt, zumal von den oben erwähnten Elementen Luft bzw. Vata das wichtigste Element ist. Aus diesem Grunde haben die Yogis verschiedene Pranayama-Techniken entwickelt, damit auch die mentale und körperliche Gesundheit zu stabilisieren.

Ein gesunder Körper und ein ausgewogener Geisteszustand sind die Voraussetzung, um der rasanten Veränderung der Welt mit Gelassenheit zu begegnen und das Leben allumfassend und bewusst zu leben. Um diese Voraussetzungen zu schaffen, hat Swami Ramdev die komplexen und teilweise schwierigen Pranayama-Techniken in einer einfachen Form zusammengefasst, damit es möglichst viele Menschen üben können.
Er verspricht dabei, dass man, wenn diese Übungsreihe regelmäßig ausgeführt wird, sehr bald eine deutliche Veränderung auf der körperlichen und auf der mentalen Ebene feststellen kann.

Diese Pranayama-Techniken bieten die Möglichkeiten zur gründlichen Reinigung und Energetisierung von Körper und Geist. Schlacke, Verspannungen und Blockaden wie auch negative Eigenschaften (Trägheit, Bequemlichkeit und geistige Unflexibilität, usw.) im mentalen Bereich werden beseitigt. Diese Übungen werden durch Asanas (Körperstellung) , Mudras (Gesten zur Lenkung der Energie), Bandhas (Verschlüsse) und Mantren (Mystische Buchstaben bzw. Silben) unterstützt.

Es sind 7 Pranayama-Techniken, die aufeinander aufbauen; sie werden in 3 Stufen gelernt.

Asanas: Ausgesuchte Körperstellungen dienen dazu, die Wirbelsäule zu kräftigen und flexibel zu machen sowie den Muskeln ihre Spannkraft wiederzugeben. Die Organe in Bauch und Unterleibsbereich werden von Verkrampfung und Trägheit befreit.

Mudras: Das Üben der Mudras wirken positiv auf das Drüsensystem und helfen das Gleichgewicht der fünf Elemente wieder herzustellen.

Bandhas: Bestimmte Körperbereiche werden kontrahiert oder verschlossen um die Energie auf eine bestimmte Stelle zu Halten.

Pranayama: ... ist eine bestimmte Art zu Atmen, die dazu führt, die Lungenkapazität voll auszuschöpfen und damit den grob stofflichen wie auch fein stofflichen Körper mit mehr Kraft und Energie zu versorgen. Diese Kraft wird benötigt, um einen Reinigungsprozess einzuleiten. Der Eliminationsvorgang wird dadurch beschleunigt, also die Ausscheidung sowie Verbrennung der Schlacken und Ablagerungen. Auf der geistigen Ebene geht es um die Reinigung von innerer Unruhe, der Unbeständigkeit von Gedanken und Gefühlen und um die Auflösung von mangelnder Flexibilität des Geistes.

Mantra: Der Klang des Mantra erzeugt eine Vibration, die allmählich die tieferen Gewebe und die Nervenzellen erfasst, wodurch eine tiefe Entspannung und innere Ruhe entsteht.

Der Schlüssel zu den umfassenden Wirkungen, die den Divya-Yoga nachweislich auszeichnen, liegt in der Kombination der Übungen. Positive Änderungen lassen sich innerhalb kurzer Zeit auf der physischen wie auch der psychischen Ebene wie folgt erkennen: Beweglichkeit, Dehnbarkeit und Gelenkigkeit nehmen deutlich zu, Verdauungsfunktion und Ausscheidung normalisieren sich. Die Übungen stärken Herz und Lunge, wodurch eine erhöhte Blutzirkulation im ganzen Körper stattfindet. Die Atmung wird voller und tiefer. Durch sanfte Auflösung von Blockaden und nervlicher Anspannung erhöht sich die Vitalität und Lebenskraft. Sowohl Schlafstörungen als auch übermäßiges Verlangen nach Schlaf werden beseitigt. Emotionale Unruhe und Erschöpfung werden durch ein Gefühl des Losgelöstseins, der Leichtigkeit wie auch durch Wachsamkeit im Alltagsleben ersetzt. Die entstehende innere Ruhe ermöglicht es uns, die zu Stress führenden Situationen schneller erkennen und besser bewältigen zu können.

Divya-Yoga hat das Ziel, Ihnen ein Übungssystem, das ohne großen Zeitaufwand regelmäßig geübt und in Ihren Alltag eingebunden werden kann, mitzugeben.


● Hatha-Yoga:

…....ist ein ganzheitlicher Übungsweg zur Harmonisierung von Körper, Atem und Geist. Yoga-Asanas (Körperhaltungen) unterscheiden sich von den meisten anderen Körperübungen sowohl in der Ausführung als auch in der Wirkung. Durch Standhaltungen, Vorwärtsbeugen, Drehhaltungen, Gleichgewichtshaltungen, Umkehrstellungen, Rückwärtsbeugen und Entspannungshaltungen wie auch die Vielzahl an Variationen, die sich daraus ableiten lassen, werden sämtliche Körperteile zielgerichtet angesprochen.

In der Regel ist ein Asana eine statische Haltung des Körpers. Die Asanas werden in den Bewegungen langsam und harmonisch ausgeführt und von angemessener Atmung und Fokussierung des Denkens begleitet; oft werden einzelne Stellungen einige Minuten gehalten. Wenn man auf diese Weise bewusst Körper, Atem und Geist aktiv Anteil an der Übung nehmen lässt, erhält man eine tiefe, allseitige Wirkung auf die gesamte Psychose-physische Struktur. Es geht hier nicht darum, eine bestimmte Art von Muskelkraft zu erreichen, sondern darum, einen Zustand zu erreichen in dem Körper, Atem und Geist miteinander im Einklang stehen. Diese Übungsweise lehrt und fördert Geduld, Ausdauer und Aufmerksamkeit.
Es ist daher wichtig, gleich von Anfang an sorgfältig vorzugehen und sich die Zeit zu nehmen, eine Übung richtig zu lernen.

Die Schwerpunkte- beim Aufbau der Asanas

Die meisten Asanas werden in drei Phasen aufgebaut:

°Eingangsphase
°statischen Phase
°Schlussphase

Die Eingangsphase: Diese Stufe ist von ganz wesentlicher Bedeutung, damit die statische Phase korrekt wird. Wenn sie nicht sorgfältig ausgeführt wird, kann die Haltung verdreht sein, dies kann Verspannungen, Schmerzen und andere nachteilige Auswirkungen nach sich ziehen.

Die statische Phase: Es ist die bewegungslose Endhaltung, in der der Körper für eine gewisse Zeit in der jeweiligen Position gehalten wird. In dieser Phase sollten nur die dafür erforderlichen Muskeln benutzt werden, um den Körper so ruhig und gelöst wie möglich zu belassen.

Die Ausgangsphase: Es ist der letzte Teil der Asana, wobei der Körper in eine neutrale, entspannte Lage zurückgebracht wird. Es ist wichtig, dass der Körper aktiv entspannt wird und der Atem wieder frei fließt, damit der Organismus die Wirkung der Übung voll aufnehmen kann. Hier geht man von der aktiven Phase in die passive Phase über.

Die Einflüsse der Asanas: Bei den Asanas ist der Körper einer Anzahl verschiedener Einflüsse ausgesetzt, die den gesamten Organismus direkt oder indirekt berühren. Die Wirkung der Übungen ist teilweise auf einen einzelnen Einfluss zurückzuführen, wie Strecken, Druck und Entspannen, teilweise aber auch aus einer Kombination aller Einflüsse.

Strecken: Diese Bewegung des Körpers ist eine natürliche und spontane Art mit der die meisten Menschen und sogar Tiere ihre Steifheit überwinden. Die Muskeln des Körpers arbeiten, indem sie sich abwechselnd zusammenziehen und wieder lockern. Oft lockern sie sich aber nach der Bewegung nicht richtig, sondern bleiben in einem Zustand der Spannung. So kann sich das Gewebe versteifen, es verkürzt sich und die Bewegungen werden schmerzhaft. Die Streckübungen des Yoga arbeiten diesen Muskelverspannungen wirksam entgegen. Es macht den Körper leicht und beweglich und korrigiert Fehlhaltungen. Geschmeidige Rückenmuskeln entlasten die Wirbelsäule und vermindern den Verschleiß der Bandscheiben. Richtig gestreckte Muskeln arbeiten weich, entspannen sich leicht und reagieren auf ein Minimum an Nervenimpulsen. Wird der Körper gründlich gestreckt und gelockert, so wird eine Menge Energie in ihm freigesetzt und man fühlt sich Entspann und leicht.
In einem verspannten Körper kann sogar die Atemmuskulatur so unelastisch wie eine Zwangsjacke sein, so wird das Atmen zu einer mühseligen und energiezehrenden Tätigkeit. Gespannte und zusammengezogene Muskeln drücken auf die Blutgefäße und behindern die Blutzirkulation. Damit vermindern sie die Sauerstoffzufuhr in das Muskelgewebe und blockieren den Abtransport der Abfallprodukte aus den Zellen. Streckübungen sind gewöhnlich der schwierigere Teil der Yoga-Asanas. Daher sollte man sie achtsam beginnen. Man muss auf die Muskelgruppen, die gestreckt werden, achten und aufpassen, dass sie während der ganzen Übung locker bleiben.

Druckwirkung: Bei den Asanas wird der Körper verschiedenen Arten von Druck ausgesetzt. Der Druck, der an irgendeiner Stelle auf den Körper ausgeübt wird, leitet das Blut ab. Wenn der Druck zurückgenommen wird, entsteht ein Saugeffekt, der die Blutzirkulation weiter anregt. Dieser Pump- und Saugeffekt wirkt gegen Blutstauungen, Schwellungen und Schmerzen und fördert eine generelle Verbesserung der Gesundheit. Bei Stellungen wie Sarvangasana (Schulterstand) oder Mayurasana (Pfau) wird auf die Schild- bzw. auf die Bauchspeicheldrüse Druck ausgeübt, dies kann einen regulierenden Einfluss ausüben.

Kontraktionsübungen: Die Muskelkontraktion setzt den Körper in Bewegung, und daher sind Anspannungen bei den meisten Arten körperlicher Aktivitäten die Hauptsache. Bei Yoga-Asanas jedoch wird auf die Anspannung weniger Wert gelegt als z.B. auf Strecken, Druck und Entspannung. Kontraktionsübungen werden selten bei Asanas angesetzt. Beim Üben von Mudras und Bandhas werden jedoch Kontraktionen angesetzt, um die Prana (Lebensenergie) zu binden oder abzusperren. Selbst bei diesen Übungen sind jedoch die Kontraktionen begrenzt und streng isoliert und die Anspannung umliegender Muskeln wird vermieden.

Atem: Bei den Asanas spielt die ruhige und gleichmäßige Atmung eine wichtige Rolle. Während man langsam in eine Stellung hineingeht, sollte möglichst darauf geachtet werden, dass der Atem nicht angehalten wird. Je entspannter der Atem fließt, umso leichter läßt sich die Endstellung erreichen. (siehe Atem und Tiefenentspannungskurs)

Entspannung: Um Entspannung zu erreichen, muss der Körper in eine ruhige und passive Haltung gebracht werden und dazu ist Savasana (Totenstellung) sehr gut geeignet.
Yoga-Asanas und Entspannung sind eine ideale Kombination von Übungen, die ihre guten Einflüsse gegenseitig steigern. In der Entspannungsphase werden die Auswirkungen der Asana vom Körper vollkommen aufgenommen und verwertet. (siehe Atem und Tiefenentspannungskurs)

Achtsamkeit: ….. spielt bei jeder Yoga-Übung eine sehr wichtige Rolle. Durch achtsames Üben sollten alle Ebenen unseres Seins, die physische, energetische, mentale, emotionale und seelische, in eine Einheit zusammengefügt und harmonisiert werden. Die Übungen haben erst dann tiefgreifende Wirkungen, wenn es uns gelingt, den Geist mit einzubeziehen. Achtsamkeit ist ein bewusstes Erkennen der Körperbewegung, der Haltung, das Fließen des Atems, der Empfindungen im Körper und insbesondere aller Gedanken oder Gefühle, die während der Übung aufsteigen.

Autosuggestion: Die Wirkung der Autosuggestion beruht darauf, dass der Geist eine subtile Kraft ist, hinter der Bewusstsein steht, die aber keine eigene Form hat, sondern sich der Gedankenobjekte annimmt. Daher ist es eine Grundvorstellung im Yoga, dass wir werden, was wir denken. Wenn wir die Beschaffenheit unserer Gedanken bewusst ändern, können wir auch den Geisteszustand und seine Gestalt sowie unsere Verhaltensweisen von Grund auf ändern. Alle Yoga-Übungen wollen den Geist von negativen Energien befreien, und Autosuggestion ist das wirksamste Mittel, um das zu erreichen und den Geist rein, stark und friedvoll zu machen.

Geisteskontrolle: Der Geist ist der eigentliche Übungsgegenstand des Yoga. Gewöhnlich lebt der Geist in einem zerstreuten und extrovertierten Zustand, fest an die Sinnesorgane gebunden. Der Geist erhält seine Kraft aus dem sehr subtilen Zentrum an der Basis der Wirbelsäule (Muladhara-Chakra), dass den Dynamo der körperlichen und geistigen Nervenenergie darstellt. Die Sinnesorgane werden als Öffnungen beschrieben, durch welche diese Lebenskraft (Prana) als ständiger Energieverlust abfließt. Um die ursprüngliche Kraft und Reinheit des Geistes zurückzugewinnen, muss man den ständigen Energieverlust durch die Sinnesorgane verhindern, Kraft bedeutet auch Ruhe, Frieden, Gelassenheit, Vertrauen usw. Durch konzentriertes Üben wird dieser stetiger Verlust der Kraft verhindert.


● Atem und Tiefenentspannung:

Der Atem ist gewöhnlich ein automatischer Vorgang, womit aber nicht gesagt ist, dass das Atmen stets automatisch in Ordnung ist. Die meisten Menschen atmen tatsächlich auf eine anstrengende, unzureichende Weise, die unnötige Energie verbraucht und die Lungen nicht ausreichend durchlüftet. Eingeschränkte Atmung belastet die Gesundheit und kann chronische Müdigkeit, verstärkte Spannungen und depressive Gemütszustände verursachen. Bei Yoga-Übungen spielt der Atem eine sehr wichtige Rolle. Sowohl einfache Yoga-Atmung wie auch spezielle Atemtechniken wie Pranayama (Atem-Regulierung) können eine außerordentliche Verbesserung der allgemeinen Gesundheit herbeiführen. Beim Yoga wird das Atmen nicht als bloßer mechanischer Austausch von Gasen angesehen, sondern mehr als eine Funktion der subtilen Pranakräfte, welche die verborgene Ursache aller körperlichen und geistigen Tätigkeiten sind. Daher können wir durch tiefes und regelmäßiges Atmen nicht nur die Funktionen von Lungen und Stoffwechsel verbessern, sondern auch den Körper entspannen, ihn wieder mit neuer Energie aufladen sowie Gedanken und Emotionen in ruhigen und ausgeglichenen Fluss bringen. Allgemein besteht Yoga-Atmung aus drei Phasen, die man Rechaka (Ausatmung), Puraka (Einatmung) und Kumbhaka (Atempause) nennt. Yoga-Atmung beginnt immer mit der Ausatmung, denn man kann die Lunge nicht mit Luft füllen, ohne sie zuvor geleert zu haben. Die Yoga-Atmung erfolgt durch die drei Ebenen der Lunge: Die Zwerchfellatmung, die Rippenatmung und die Schlüsselbeinatmung, die in ihrer Gesamtheit Vollatmung genannt werden. Bei der Vollatmung setzt man das volle Fassungsvermögen der Lungen in einer langsamen, gleichmäßigen und rhythmischen Atmung ein. Das Erlernen der Yoga-Vollatmung macht die verschiedenen Feinheiten der Atmung bewusst und sollte eines der ersten Ziele der Yoga-Praxis sein.

Tiefenentspannung: Regelmäßige Entspannungsübungen werden die unbemerkten und unbewussten Spannungen in Körper und Geist günstig beeinflussen. Wer lernt, sich im Stress und Kampf des täglichen Lebens zu entspannen, kann einen ungeheuren Energieverlust vermeiden und ist in der Lage, mehr und bessere Arbeit zu leisten. Menschen, die systematisch tiefe Entspannung üben, entwickeln eine Ruhe und Ausgeglichenheit, die die negativen Einflüsse von Enttäuschungen, Verlusten und Misserfolgen verringern.


● Pranayama: siehe Divya-Yoga


● Geführte Meditation:

…. ist eine Unterstützung für den Übenden sich vertrauensvoll auf den Weg zu sich Selbst zu begeben und dabei begleiten zu werden. Hier lernen wir durch Mantren, Visualisierungen und Betrachtungen das Denkorgan zu beruhigen und zu fokussieren. Dies ermöglicht uns zu verstehen wie das Denken funktioniert.
Alle indischen Philosophien stimmen in diesem Punkt miteinander überein, das das Denken die Quelle des Glücks wie auch Leidens ist.

Durch ein Beispiel lässt sich dies besser verstehen:
Das Denken des Menschen kann mit einem Garten verglichen werden, dieser wird entweder bestellt und gepflegt oder er wird sich selbst überlassen und verwildert. Doch ganz gleich, ob er kultiviert oder vernachlässigt wird, er wird etwas hervorbringen. Wenn keine nützlichen Samen gesät werden, dann wird eine Überfülle nutzloser Unkrautsamen auf den Boden fallen und keimen.
So wie ein Gärtner sein Stück Land bearbeitet und es frei von Unkraut hält, so wie er nur solche Früchte heranzieht, die er braucht, so pflegt der Mensch seinen geistigen Garten. Indem er alle falschen, nutzlosen und unreinen Gedanken entfernt und sich stattdessen der Pflege rechter, nützlicher und reiner Gedanken zuwendet, hat er selbst Einfluss auf seine Innenwelt. Im Verlauf dieses Prozesses entdeckt der Mensch früher oder später, dass er der Meistergärtner seiner Seele, der Dirigent des Orchesters seiner Gedanken, der Regisseur seines Lebens ist. Er begreift mit zunehmender Klarheit wie Gedankenkräfte und Geisteselemente in ihm an der Formung seines Charakters, seiner Lebensumstände und seines Schicksals arbeiten.
(w.weitere Informationen siehe Meditation)


● Yoga-Einzelunterricht:

Wenn Sie nach Ihren Wünschen und Möglichkeiten wie z.B. Lebenslage, Gesundheitszustand, Alter, berufliche Situation die Yoga-Übungen angepasst haben möchten, dann ist der individuelle Unterricht zu empfehlen.